Die artbase 2012 auf dem Teufelsberg wurde von den Behörden Berlins abgesagt. Zahlreiche Urban-Art-Künstler haben dort einzigartige Werke hinterlassen. Auch in Klosterfelde sind fantastische Werke entstanden.


Berlin hat mal wieder eine Chance verpasst!
Mehr als 100 international bekannte Künstler und Streetartistst sowie ein freies und tolerantes Kunstpublikum wurden vergrault und vertrieben!
Die artbase 2012 auf dem Teufelsberg wurde von den Behörden Berlins trotz großer Kooperationsbereitschaft von Seiten der Organisatoren abgesagt. Es ist uns somit nicht gelungen, diese äußerst interessante Brache nachhaltig zu beleben und einer neuen, öffentlich wertvollen Nutzung zuzuführen. Unter dem machtvollen Druck der Behörden wurde ein buntes und lebendiges Kunstprojekt unter grauem Schlamm erstickt.
Zahlreiche Urban-Art-Künstler haben einzigartige Werke hinterlassen. Warum sollen diese Galerien und Orte nun ungesehen bleiben? Gerne hätten wir an diesen Locations entspannt mit frei denkenden Kunstliebhabern organisiert gefeiert. Leider ist das manchen Behörden zu frei. Jetzt können die Galerien wohl nur noch vom Publikum selbst entdeckt werden. Der Wald in Klosterfelde ist öffentlich, auf dem Teufelsberg gibt es Führungen und am Grabowsee kann man auch noch baden.
Zwar stellt sich Berlin als kreative und weltoffene Metropole dar, versinkt aber scheinbar dennoch in lähmender, konservativer Langeweile. Leider bevormunden die Behörden im Dienste der Öffentlichkeit den eigenständigen und selbst denkenden Bürger. Orte wie der Teufelsberg und die Heilstätte am Grabowsee sind für alle Menschen wichtig, warum wird es den Menschen verwährt sich dies anzusehen?
Die artbase macht aus verlassenen Orten Kunstwerke. Sie überträgt die Botschaft Brachen neu zu gestalten, um Freiräume für Kunst zu schaffen und das öffentliche Interesse an einer vergessenen Location zu wecken. Künstler, die ihre Gedanken und Ideen frei zum Ausdruck bringen möchten, benötigen Raum und Atemluft. Einschränkungen, Regeln und Verbote, durch Ängste begründet, engen jedoch ihre Kreativität ein und unterdrücken den kostbaren Ansatz, sich frei zu präsentieren. Freizügigkeit und Improvisation hingegen, gekoppelt mit der Ästhetik und der Geschichte verlassener Orte, bilden eine interessante Basis für die Inspiration der Künstler.
Wir sind bereit Risiken einzugehen, aber keineswegs verantwortungslos. Wir wollen weder unsere Gäste noch die Öffentlichkeit oder Anwohner gefährden oder stören. Ohne wirtschaftlichen Druck möchten wir kreative und sozial bereichernde Konzepte und Ideen ausprobieren. Freiheit und Toleranz sind die grundlegenden Säulen der deutschen / europäischen Kultur und Gesellschaft. Dieses wollen wir auch leben dürfen!
Statt auf Großinvestoren zu warten beleben wir Brachen neu!
Die Artbase steht für freie Kunst, (gema)freie Musik und (nutzungs)freie Orte. Reclaim the City!